Seit vielen Jahren baue ich Websites mit WordPress, und die meisten davon mit Elementor. Für meine eigene Website habe ich jetzt einen anderen Weg ausprobiert: ein eigenes Theme ohne Page-Builder. In diesem Beitrag erzähle ich, warum ich das gemacht habe, was sich dadurch ändert – und warum Elementor für viele Websites trotzdem die richtige Wahl bleibt.
Warum ich es überhaupt ausprobiert habe
Ehrlich gesagt war es zuerst ein Projekt aus Neugier. Ich wollte wissen, wie sich eine Website anfühlt, die ganz ohne Page-Builder auskommt: im Aufbau, in der Pflege und im Alltag. Meine eigene Seite war dafür der ideale Testfall, denn hier trage ich das Risiko selbst und kann in Ruhe ausprobieren.
Dazu kamen ein paar ganz praktische Gründe:
- Lizenzkosten: Elementor Pro kostet jedes Jahr Geld. Für eine einzelne Website ist das überschaubar, aber es ist ein laufender Posten, den ein eigenes Theme nicht hat.
- Weniger Abhängigkeit: Bei einem Page-Builder hängt das Layout an einem Plugin. Ein eigenes Theme besteht aus Dateien, die ich selbst in der Hand habe.
- Saubere Trennung: Inhalte pflege ich weiterhin bequem im WordPress-Backend. Das Layout steckt im Theme und wird dort gezielt angepasst – nicht auf jeder Seite einzeln.
Was sich dadurch ändert
Der größte Unterschied liegt in der Arbeitsweise. Bei Elementor baue ich jede Seite visuell im Editor zusammen. Bei einem eigenen Theme lege ich wiederkehrende Bausteine einmal fest – etwa einen Einstiegsbereich, eine Ablauf-Darstellung oder eine Referenz-Zeile – und nutze sie auf allen Seiten.
Mit Page-Builder
Eigenes Theme
Das hat ein paar spürbare Folgen:
- Einheitlicher Auftritt: Abstände, Schriften und Farben sind an einer Stelle definiert. Ändere ich etwas, ändert es sich überall.
- Schlanker Code: Die Seite lädt nur das, was sie wirklich braucht, statt eines umfangreichen Baukastens.
- Änderungen mit Versionsverlauf: Jede Anpassung am Theme ist nachvollziehbar gespeichert und lässt sich bei Bedarf zurückdrehen.
Was dabei wegfällt, ist das freie Gestalten im Editor: Wer eine Seite eben mal per Drag-and-drop umbauen möchte, ist mit einem eigenen Theme eingeschränkter. Inhalte wie Texte, Bilder und Referenzen bleiben aber im Backend bearbeitbar – nur das Grundlayout ist bewusst festgelegt.
Warum Elementor trotzdem oft die richtige Wahl ist
Mir ist wichtig, das klar zu sagen: Ein eigenes Theme ist nicht automatisch besser. Die meisten Websites, die ich betreue, laufen mit Elementor – und das hat gute Gründe.
- Selbst gestalten: Wer Seiten selbst aufbauen und das Layout regelmäßig verändern möchte, hat mit Elementor deutlich mehr Freiheit.
- Schneller Start: Viele Funktionen sind sofort verfügbar, ohne dass dafür eigener Code entstehen muss.
- Bewährte Basis: Elementor ist weit verbreitet, gut dokumentiert und wird laufend weiterentwickelt.
Wenn deine Website mit Elementor gut funktioniert und du damit zurechtkommst, gibt es keinen Grund, sie umzubauen. Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn er dir einen echten Vorteil bringt.
Für wen sich welcher Weg eignet
Grob lässt es sich so einordnen:
- Elementor passt, wenn du Seiten selbst gestalten möchtest, regelmäßig neue Layouts brauchst oder schnell starten willst.
- Ein eigenes Theme passt, wenn das Design feststeht, du vor allem Inhalte pflegst und Wert auf einen schlanken, einheitlichen Aufbau ohne laufende Builder-Lizenz legst.
Für viele Unternehmen ist die Antwort irgendwo dazwischen – und genau darüber spreche ich am Anfang eines Projekts.
Mein Fazit
Für meine eigene Website war der Umbau ein spannendes Projekt, und ich bleibe dabei. Für Kundenwebsites entscheide ich weiterhin im Einzelfall: Manchmal ist Elementor die beste Lösung, manchmal ein eigenes Theme. Entscheidend ist nicht die Technik an sich, sondern was zu dir, deinem Team und deiner Website passt.
Du überlegst, wie deine Website technisch aufgestellt sein sollte? Auf meiner Seite zu WordPress-Websites findest du mehr dazu, wie ich Projekte angehe.
Titelbild: Christopher Gower / Unsplash

